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Du befindest Dich in der Rubrik NEUE JAZZ CDs. Hier findest Du Infos und Rezensionen von neuen und aktuellen Jazz CDs sowie den Jazz Videoclip der Woche. Infos zu älteren Jazz CDs gibt es beim Link “Verzeichnis”. Zu allen Genres kommst Du mit einem Klick zur “Übersicht”.

Neue Jazz CDs

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Jazz CDs 2015

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HANNO BUSCH TRIO “SHARE THIS ROOM”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Hanno Busch Trio - Share This Room

01.  Sanctuary IV
02.  Cautious Tones
03.  In Every Heart
04.  Sanctuary II
05.  And So Will You Soon
06.  I Said Too Much
07.  My Silence Is My Self Defense
08.  Sanctuary I
09.  Share This Room
10.  And So It Goes
11.  Sanctuary III

Label: Frutex Tacks
Web: www.frutextracks.de

JAZZ

Für Fans von: George Benson - John Scofield - Pat Metheny

DEUTSCHLAND

Das HANNO BUSCH TRIO sind (natürlich logisch) Hanno Busch (Gitarre), Claus Fischer (Bass) und Jonas Burgwinkel. Die drei Musiker – wie es Genre-Insider schon vermuten - spielen Jazz und haben das gemeinsame Album „Share This Room“ veröffentlicht. Soweit die ersten Fakten. Den Gitarrist selbst haben viele deutsche Musikfans und TV-Gucker unbewußt schon auf dem Bildschirm gesehen. Hanno Busch hat viele Jahre in der Band “heavytones” gespielt, das war die Hausband der Show “TV Total”, die beim Sender “Pro 7” von Stefan Raab moderiert worden ist. Musikalisch das Album mit einem ambienten zarten Kleinod, das an die verlorenen mystischen Melodiebögen einer „Terye Rypdal“-Produktion und – auf das Gitarrenspiel des Chefs bezogen – an die filigrane Musik von Joe Scofield erinnert. Im nachfolgenden „Cautious Tones“ geht es lebhafter zu, „gefühlvoll“ trifft es aber auch und zudem ist des Zuhörers äußerste Konzentration gefordert, um das Dargebrachte schon beim ersten Male zu erfassen. Jeder Musiker erzählt kunstvoll sein eigenes schmuckvoll verziertes Geschichtchen und trotzdem driftet die Komposition zu keiner Zeit ins Free Jazz Lager ab, sondern bleibt als gemeinschaftliches gut arrangiertes Gebilde stehen. Nach 4 Minuten zieht das Tempo an – das Thema steigert sich zum ersten Höhepunkt. Ein gutgelauntes (fast fröhliches) Thema gibt es im darauf folgenden „In Every Heart“, Hanno Busch spielt komplexe Arpeggios mit spielerischer Leichtigkeit, während die Rhythmusfraktion ein scharfes Gemisch aus swingendem BeBop zelebriert.

Einen zu diesem Zeitpunkt nicht erwarteten Funky Groove gibt es im (leider nur) kurzen Intermezzo „Sanctuary II“, „Miles Davis“ trifft auf „Larry Coryell“ sind meine spontanen Gedanken. „And So You Will Soon“ schwebt zwischen mysteriösen verhallten Sounds, groovendem Lite-Jazz-Funk und explosiver Artistik. „I Said Too Much“ ist ein weiterer Funk Cracker und die nächste Überraschung kommt mit dem gar nicht so ruhigen „My Silence Is My Self Defense“, wo Hanno Busch so richtig heavyrockig losledert und damit zeigt, dass er sich auch in bluesrockigen Gefilden wohlfühlt. Das Titelstück ist eine Solonummer, hier zaubert der Gitarrist mit überlappenden Loops, wie Insider sie u. a. vom viel zu früh verstorbenen „Michael Hedges“ gekannt haben. Spontan fallen mir auch die experimentellen „Frippertronics“ ein, die hier ansatzweise gestreift werden.

Neben 10 spannenden Eigenkompositionen gibt es auch eine Cover Version. „And So It Goes“ gehört zu einem meiner Lieblingssongs des New Yorker Songwriters „Billy Joel“, seine instrumentale Cover Version hat Hanno Busch mit tollen Harmonien und sensiblen Phrasierungen dekoriert und er zeigt einmal mehr mit dieser gefühlvollen Interpretation, über welch umfangreiches Musikvokabular er verfügt.

FAZIT: Intellektuell-Artistischer Jazz im kunstvoll geschmückten Raum – „Share This Room“ fordert das HANNO BUSCH TRIO auf seinem zweiten Studio Album von seiner Zuhörerschaft – selten habe ich mich so wohl gefühlt, wenn experimentelle Klanggebilde gleichzeitig von virtuoser Performance geprägt werden. Definitiv eines der spannendsten Jazz Alben des Jahres! 

VÖ: 10.03.17

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://hannobusch.com/  &  https://youtu.be/aIV-br5m1YM (Album Teaser)

TOURDATEN

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JAZZ VIDEO DER WOCHE

 SNARKY PUPPY “WHITE CAP”

Sinfonischen Klassik-Jazz und knackige Latin-Funk-Grooves - SNARKY PUPPY sind eine der zurzeit angesagtesten zeitgenössischen Jazz Formationen. Im New Yorker Kollektiv spielen rund 40 Musiker, die je nach Instrumentation eingesetzt werden. Das Stück “White Cap” vom 2010er Album “Tell Your Friends” zeigt, dass die personelle Besetzung keine Grenzen kennt, alleine das Ansehen des Videoclips animiert dazu, sich selbst sein Instrument umzuschnallen, um einfach mit zu jammen! Der Keyboarder, der im Stück so richtig nach Herzenlust losledert, ist SHAUN MARTIN, hat als Produzent schon ein paar Grammys eingeheimst und betreut u. a. den US Gospel Sänger “Kirk Franklin”.

Wer den Clip hier nicht sehen kann, klickt auf diesen Link:
https://vimeo.com/9816467

SNARKY PUPPY im Web: http://snarkypuppy.com/ 

WENN DU DEN VIDEO-CLIP NICHT SEHEN KANNST, DANN HAST DU JAVA-SCRIPT  DEAKTIVIERT

CLINT HOLMES “RENDEZVOUS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Clint Holmes - Rendezvous

TRACKLISTING:

01.  Stop This Train (Original: John Mayer)
02.  At The Rendezvous
03.  I Loves You Porgy / There’s A Boat That’s Leavin’
03.  Soon For New York
04.  Every Time We Say Goodbye
05.  All Of Me (O: Sam Smith)
06.  Say Something (feat. Ledisi)
07.  Maria
08.  The Perfect Trance
09.  Marie (O: Randy Newman)
10.  My Way
11.  What You Leave Behind

VOCAL JAZZ

Für Fans von: Tony Bennett - Kurt Elling - Jamie Cullum

USA

Beim Song „Stop This Train“ denke ich natürlich unweigerlich an den Reggae Klassiker, der so oft mit Cover Versionen bedacht worden ist, aber beim genauen Hinhören und Lesen des Ttiels entpuppt sich der hier besungene angebliche Klassiker als ein ganz anderes Stück. Nicht „Stop That Train“, von „Clint Eastwood“ (natürlich nicht der Schauspieler) zu Hitehren gebracht und von der jamaikanischen Band „The Spanishtonians“ erstmals 1965 gespielt, sondern „Stop This Train“, ein Song von „John Mayer“ geschrieben für dessen Album „Continuum“ (2006). Anyway – CLINT HOLMES singt den Song in einer wundervollen vocal-jazzigen Version mit chillout-igem Lounge Groove und inbrünstig wirbelnder Violine. Clint Holmes ist ein in England geborener Sänger & Songwriter, dessen Talent zur Musik von den Eltern in die Wiege gelegt worden ist (Daddy: Jazz Musiker – Mutter: Opernsängerin).

1973 hatte er seinen ersten Hit „Playground In My Music“, auf den er noch heute festgenagelt wird, aber über all die Jahre hat er sich zu einem Jazz Sänger entwickelt, der auch in Las Vegas für ausgebuchte Shows sorgt und 16 Jahre nach seinem letzten Album mit einem in „Harrah's Hotel and Casino“ aufgenommenem Konzert wieder mal ein Lebenszeichen von sich gibt mit dem neuen Album „Rendezvous“. Er singt sich gemütlich durch 11 gutgelaunte Legenden der Musical-, Pop- und Jazz-Historie. Im fingerschnippenden und von feinem Hammondorgel-Sound (gespielt vom großartigen Joey DeFrancesco) unterlegten knapp 7minütigen „At The Rendevouz“ gibt er ein paar Details preis aus seinem Werdegang und wie er zum Jazz gekommen ist: <so when i was about 12 years old – my dad  edward louis holmes - took me to buffalo new york to hear his music – they started to do jam sessions three o’clock Sunday afternoon – some fathers took their kids to ballgames – my dad took me to the jazz>

Die Stimme gefällt des Sängers gefällt gut, die Musik klingt lange nicht so aufgesetzt wie die eines Michael Buble und am Ende zieht die Band das Tempo an und Holmes zeigt mit einer furiosen Scat-Einlage, das er sein „Handwerk“ von der Pieke auf gelernt hat. Im Medley „I Loves You Porgy/There's a Boat That's Leavin' Soon for New York“ wird er begleitet vom „Count Basie Orchestra“ und singt ein swingendes Duett mit DEE DEE BRIDGEWATER. Auch im Kuscheloldie „Every Time We Say Goodbye“ steht mit JANE MONHEIT keine Unbekannte an seiner Seite, in „What You Leave Behind“ sorgt Jazz Saxophonist DAVE KOZ für starke Fills und „Say Something“ entfernt sich überraschend aus den Vocal Jazz Räumlichkeiten und macht es sich auf dem gefühlvollen Soul-Pop-Teppich gemütlich, auch geschuldet dem starken Duett, das Holmes mit R&B-Göttin LEDISI bestreitet. Und was das Mädel aus New Orleans auch  singt – es ist einfach geil!

Eine schöne Version gibt es über „Maria“ aus der West Side Story, nicht verwandt & verschwägert mit der nachfolgenden „Marie“, die im Original von Songwriter Randy Newman für dessen 74er Album „Good Old Boys“ besungen worden ist. Mit „The Perfect Trance“ kommt noch ein romantischer Kuschel-Rumba, der von Holmes mit butterweichen Vocals gestreichelt wird. Es folgt dann leider noch das unvermeidliche „My Way“, das ich mittlerweile nicht mehr hören kann, egal von wem es auch interpretiert wird.

VÖ: 20.01.17

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.clintholmes.com/ & https://youtu.be/5RLOrqX2A3Y (Interview)

TOURDATEN

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WEBER “AUTUMN DANCE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Weber - Autumn Dance

TRACKLISTING:

01.  Resurrection Blues (Tutu)
02.  Apres La Mousson
03.  Shape Of My Heart
04.  Monkey Business
05.  Autumn Dance
06.  Face In The Crowd
07.  Fireplace

Label: Sonic Market
Web: zurzeit nicht aktiv

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Grover Washington Jr - Steve Gadd - Steps Ahead

DEUTSCHLAND

Ein anerkennendes „Aaahhh!“ entspringt meinen Gedanken, als ich die ersten Töne vom „Resurrection Blues“ höre. Der in Klammern angefügte Beititel „Tutu“ verrät natürlich die Inspirationsquelle, der die Grundidee des Stücks entstammt. Bei WEBER handelt es sich um ein Modern Jazz Quartett aus Deutschland, bei dem Namensgeber Roland Weber am Schlagzeug sitzt und – großes Erstaunen – sogar singt. Singende Perkussionisten oder Schlagzeug sind gerade im modernen Jazz eine Rarität. Der Auftakt ist ein phantastisch klingendes kleines Meisterwerk, das mit spielerischer Eleganz und verführerischen Slow-Grooves begeistert. Wenn ich einem Stück sehr selten die Höchstnote vergebe beim ersten Hören, so ist das hier bei dieser (von Marcus Miller und Cassandra Wilson komponierten und auf dem 1999er Album “Travelin’ Miles” platzierten) Cover Version auf jeden Fall angesagt.

<the cold clear night - stillness before the light - the blues move thru - resurrective beyond to you - the song sleeps inside you - till you call it out> singt der Chef und schließt das erste Kapitel von „Autumn Dance“ Nicht weniger lebhaft, sogar noch eine Spur filigraner startet „Apres La Mousson“, eine von 5 Eigenkompositionen. Ein ganz starkes Solo gibt es zu hören von Pianist MARTIN SASSE, der sich relaxt vom Groove treiben lässt, dann das Tempo schlagartig anzieht, wieder zurückfällt mit versierten Anschlagsverzierungen und erneut eine Kostprobe seiner exzellenten Rhythmik gibt. Wem der Name des Pianisten bekannt vorkommt, er hat schon in Formationen von Till Brönner, Billy Cobham oder dem Gitarristen Tommy Emmanuel mitgewirkt. Saxophonist ALBERTO MENENDEZ darf sich im zweiten Teil des Stücks austoben. Der Musiker hat bisher ein Solo Album veröffentlicht, spielt in der Band von „Uwe Ochsenknecht“ und hat sogar schon in der Truppe des Salsa-Star-Pianisten Eddie Palmierie mitgewirkt. Komplettiert wird das Line Up von Bassist KONSTANTIN WIENSTROER, der den „Sting“-Klassiker „Shape Of My Heart“ mit einem schönen lyrischen Solo untermauert. Modern Jazz mit einer Portion Romantic Flavor und Roland Webers Stimme passt toll zum gefühlvollen Ambiente. Eine Nummer, wie sie „Sadé“ Fans gefallen dürfte, weil auch hier weichgezeichnete sonorore Saxophon-Licks den Raum zwischen den Strophen erwärmen. Auch der Titelsong und „Face In The Crowd“ überzeugen auf ganzer Linie mit ihrem Mix aus gutgelauntem Modern Jazz und relaxten Vibes, die ansatzweise zwar in die Ecke „Smooth Jazz“ hinein schielen, aber zu keiner Zeit mit der kitschigen Atmosphäre einer belanglosen Fahrstuhlfahrt konform gehen. Als besonderer Gast ist auf dem Album der im Alter von 2 Jahren erblindete Keyboarder JÖRG SIEBENHAAR zu hören.

VÖ: 03.01.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  Keine aktuelle Webseite des Quartetts bekannt - Bezugsmöglichkeit bei amazon

TOURDATEN

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VARIOUS ARTISTS “FUTURE SOUNDS OF JAZZ VOL 13”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Various Artists - Future Sounds Of Jazz 13

Various Artists - Future Sounds Of Jazz 13 B

Tracklisting CD 1:

01. Van Hai: Dernier Amour
02.  Falty DL: Some Jazz Shit
03.  Mr. Raoul K: Sene Kela (ft. Sona Diabate)
04.  Gabriele Poso: Roots Of Soul
05.  Karim Sahraoui: Fathers Legacy
06.  Rancido: The Encounter (ft. Kems)
07.  Montezumas Rache: Wu Du Wu
08.  Matanza: Existencia (Acid Pauli Remix)
09.  Peter Kruder: Memento
10.  Marsmobil: Saan

Tracklisting CD 2:

01.  Butch & C Vogt: The Infamous
02.  Chaos In The CBD: Digital Harmony
03.  Axel Boman: Nokturn
04.  MLiR: Spanish Lo-Life
05.  Tribilin Sound: Negroide
06.  Tony Allen: African Man
07.  Manuel Tur: Ela
08.  Lagerfeltz: Uitaar
09. Johnny Faith: Dapple City
10.  Bing Ji Ling: Twilight

NU JAZZ & ACID JAZZ

Für Fans von:  Jamiroquai - Cinematic Orchestra - Parov Stelar

SAMPLER

Ihr tanzt gerne? Auf Jazz? Ihr hört gerne Jazz, aber seit eher interessiert an zeitgenössischem Material als an den uralten ausgelutschten Standards? Dann kommt die 13. Ausgabe der Reihe „Future Sounds Of Jazz“ gerade richtig! Jazz war vor rund 100 Jahren die Musik ohne Grenzen gewesen, bevor dann die Mainstream-Jazzer kamen und das Genre so gut wie beerdigten, bis dann wiederum Leute wie Miles (Davis), Al di (nein, nicht die Einkaufskette, sondern Meola) oder Bobby (McFerrin) kamen, die wieder für etwas innovative Strömungen sorgten. Mittlerweile ist die Angebotsvielfalt im Jazz genauso unübersichtlich geworden für fast (na ja, der Dumpfbackenschlager mal ausgenommen) alle anderen Musikrichtungen, auf diesem 20-Track-Sampler gibt es eine starke Übersicht über aktuelle Acts, die sich nicht streuben, über Grenzen hinauszugehen und so ziemlich alles zu verwerten, das irgendwo mal vertont worden ist. MONTEZUMAS RACHE stellt sich vor mit klapperndem Geklöppel, knackigem Funk-Bass und einer schummrig schönen Melodie, die sich fast so anhört, als ob mit dem für viele immer noch mysteriösen Theremonium konstruiert worden ist. Weitere Highlights sind der Afro-Jazz-House „Sene Kela“ von MR. RAOUL K mit der Stimme von SONA DIABATE, der Psychedelic-House-Jazzer „Saan“ von MARSMOBIL, die ebenfalls gut tanzbare und wunderbar in einer Chillout-LateNite-Runde einsetzbare „Digital Harmony“ von CHAOS IN THE CBD (122,0 bpm), der perkussiv klappernde Tribal-House-Kracher „Nokturn“ von AXEL BOMAN (130,0 bpm) und der Afro-Jazz-Funk-Hammer „African Man“ von TONY ALLEN im 12minütigen „Ricardo Villalobos & Max Loderbauer Remix“.

VÖ: 03.02.17

Verfügbar: 2-CD & 4-Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  https://compostrecords.bandcamp.com/album/future-sounds-of-jazz-vol-13

TRACKLISTING

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ANTILOOPS “LUCID DREAM”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Antiloops - Lucid Dream

TRACKLISTING:

01.  Flutadelik
02.  Sasse
03.  Are We Gonnna Make It (feat. Milena Fattah)
04.  Automne One
05.  Party (feat. Edash Quata)
06.  Misty
07.  Boabab
08.  Fight (feat. Nina Attal)
09.  Leaf For The Others (feat. Adam Vadel)
10.  Eza
11.  Art
12.  Castor
13.  Titan

FUSION JAZZ

Für Fans von:  Defunkt - Rip Rig & Panic - Henry Kaiser

FRANKREICH

Eine der spannendsten Fusion-Jazz-Geschichten des noch jungen Jahres erzählen die ANTILOOPS mit ihrem zweiten Studio Album „Lucid Dream“. Angeführt wird die französische Truppe von der Querflötistin LUDIVINE ISSAMBOURG, die ungebunden an jegliche stilistischen Grenzen quer durchsämtliche Genres flattert. Das ganze Geschehen würzt die Band mit einer Menge elektronischer Spielereien und Klangabenteuern. Der in den letzten Jahren etwas stagnierende Acid Jazz erfährt durch diese Musiker wieder einmal einen Schritt in die nächsthöhere Ebene. „Flutadelik“ klingt, wie sich der Titel liest: Psychedelisch komplex. Und gibt gleichzeitig den grünen Faden vor für die Richtung, die den Hörer während der 13 Eigenkompositionen erwartet: Eine sehr schöne Mengelage an Avantgarde, freier Improvisation und wenn sich das eine Türchen (der Song) schließt, öffnet sich ein neuer Raum mit nicht vermuteter Wandfarbe. „Lucid Dream“ ist natürlich nicht für Jedermann gestrickt, man sollte sich frei machen können von musikalischen Grenzen, um diesen Nu Jazz zu genießen. Etwas konsumerfreundlicher und in die „Jamiroquai“-Ecke zielend ist das von Gastsängerin MILENA FATTAH vorgetragene „Are We Gonna Make It“, auch wenn nach wie vor die komplexen Melodien und Harmonien wie ein butterweicher Teppich schaukeln. „Autumn One“ wühlt in der flirrenden Trip Hop Schublade und wird von erlesenen Turntable-Scratch-Einlagen von DR TOPIC verziert.  Getanzt werden darf auch – funky Jazz-Hip-Hop- „Party“ wird von Rapper EDASH QUATA durchgeknetet, „Baobab“ ist zuckende Bewegungstherapie mit Funk-Bass und „Bobby-Byrd“-Sample für hyperaktive Jazzer. Auch sonst ist das Ideenreichtum vielfältig: Der mit einem Octave-Divider geschnuckelte Bass von TIMOTHEE ROBERT wühlt sich durch „Misty“, während Chefin Ludivine den vertrackten Klangraum mit experimentellen Melodien füllt. „Leaf For The Others“ kombiniert gekonnt Electronic Ambient mit Jazz Rap – eine Nummer, die auch dem experimentierfreudigen Miles Davis gut gestanden hätte.

VÖ: 03.02.17

Verfügbar: CD &  Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.antiloops.fr/https://soundcloud.com/ludivine-issambourg

TOURDATEN

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Axel Fischbacher Quintet “plays Charlie Parker: FIVE BIRDS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Axel Fischbacher Quintet - Five Birds mc

TRACKLISTING:

01.  Au Privave
02.  Now’s The Time
03.  Segment
04.  Donna Lee
05.  Laura
06.  Moose The Mooche
07.  Ornithology
08.  My Little Suede Shoes
09.  Lover Man

Label: Jazz Sick Records
Web:  www.jazzsick.com

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Joe Pass - Sonny Stitt Quartet - Charlie Parker

DEUTSCHLAND

Der US Jazz Saxophonist Charlie Parker war einer der einflussreichsten Musiker der Bebop-Ära gewesen, auch heute noch gilt er bei Kritikern und vielen Musikern als DIE Blaupause für zeitgenössische Jazzmusik.und ab und zu gibt es Kollegen, die den verstorbenen Musiker mit einem kompletten Album würdigen. Manchmal ist es sogar ein Gitarrist, der sich an die komplexen Geschichten und Vorlagen wagt, 1973 war es Joe Pass mit dem Album “I Remember Charlie Parker” und der Bogen spannt sich bis zum neuesten Tributalbum des in Deutschland beliebten AXEL FISCHBACHER QUINTET, das den Kultjazzer aus Kansas City glorifiziert mit “Five Birds”.

Die Aussage <exzellente Musik von herausragenden Musikern> ist eigentlich überflüssig, wiel die hier präsentierten 9 Kompositionen extraordinäres Musikverständnis und innovative Virtuosität erfordern, um das Ergebnis halbwegs ansprechend zu gestalten. Im Auftakt “Au Privave” ist es vor allem der hypnotisch durch die Komposition eilende Basslauf von NICO BRANDENBURG, der sich im Ohr manifestiert. Mein persofave kommt an zweiter Position: Der Klassiker “Now’s The Time” wird hier funky, groovy, schräg und expressionistisch dargeboten, die fünf Quintett-Members sprühen vor Energie und porträtieren den so oft gecoverten Song mit einem grandiosen frischen Anstrich. Fischbacher schiebt das Stück voran mit bluesigen Akkord-Licks, sein Solo swingt relaxt hinter dem Groove, um dann nuanciert in den Übergängen mit schnellen Legato-Einwürfen um sich zu werfen, Saxophonist DENIS GÄBEL antwortet mit einem ebenfalls brillanten Solo. “Segment” beginnt als intimes Zwiegespräch der Bläser und wird dann von einem hüftschwingenden Walking Bass und dem darüber von MATTHIAS BERGMANN gespielten aufsetzenden Fügelhornsolo fortgetragen. Drummer Tim Dudek verziert die Pausen mit wundervoll temperierten Fills. Die im originalen F-Dur-Modus gespielte “Miles-Davis”-Komposition “Donna Lee”, die CP erstmals 1947 aufgenommen hatte, zeigt Bandleader Fischbacher ein weiteres Mal als phänomenaler Gitarrist mit komplexen Soli, das vogelkundliche “Ornithology” glänzt mit einem wahren Feuerwerk an aufregenden Tempowechseln und auch hier bekommt jeder der Beteiligten genügend Freiraum für seine eigene Darstellung .Kuscheligen Modern Jazz gibt es in der Liebeserklärung an “My Little Blue Suede Shoes” zu hören - hier gefällt mir vor allem das formvollendet lyrische Spiel von Blechbläser Bergmann. Auch die Ballade “Lover Man” zeigt, wie einfühlsam instrumentaler Jazz sein kann, die weiche “Stimme” des Saxophonisten übernimmt zunächst die “erzählende” Hauptrolle - seine Kollegen geizen nicht mit Antworten und es entwickelt sich ein harmonisches Gespräch unter den Beteiligten. Das ist Kerzenlicht-Jazz par excellence!

FAZIT: Das AXEL FISCHBACHER QUINTET zelebriert Jazz-Klassiker von Charlie Parker, verfällt aber nicht schematisch in altbekannte Muster und Arrangements, sondern drückt jeder Komposition des Altmeisters ihren eigenen Stempel auf. Ende Oktober gibt es mehrere Möglichkeiten, diese Top Formation auch konzertant zu leben. Aktuelle Infos findet Ihr beim Klick auf den Link “Tourdaten”!

VÖ: 21.10.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.axelfischbacher.com/  &  https://youtu.be/VpZcQOovPCA  (Making Of)

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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Weitere Jazz CDs findest Du im Jazz-Verzeichnis

Im Jazz-Verzeichnis gibt es weitere Infos von erstklassigen Jazz CDs, klicke entweder auf den Link “Verzeichnis” oder bei Interesse auf die hier unten abgebildeten Cover (die jeweilige Rezension öffnet sich dann in einem neuen Fenster) - viel Spass beim Entdecken von hochkarätigen Bands & Acts!

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